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Montag, 5. März 2012
Aus dem Nichts
diegodelawegda, 14:23h
Aus dem Nichts
Sind Worte alles
was da steht
ein letzter Baum
im Sumpf der
Wortlosigkeit
ach der Sumpf
oh der Sumpf
der sumpft
die Worte in sich rein.
Sind Worte alles
was da steht
ein letzter Baum
im Sumpf der
Wortlosigkeit
ach der Sumpf
oh der Sumpf
der sumpft
die Worte in sich rein.
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Mittwoch, 11. Januar 2012
Die Genetik des idiotiefreien Großwerdens
diegodelawegda, 16:22h
Ich habe eine riesige CD-Sammlung und so viele Songs beschäftigen sich mit dem Erwachsen-Werden. Als gäbe es irgendwann einen Zauber, der die Zweifel beseitigt, das Gefühl klein zu sein. Kleiner als man sich fühlt. Heißt erwachsen zu sein, nicht mehr zu zweifeln? Weniger zu zweifeln? Ein kleines bisschen?
Das englische great bedeutet groß und großartig. Ziel des Erwachsenwerdens kann aber doch auch nicht sein, sich selbst großartig zu finden. Hm. Zumindest scheint mir das nicht ganz frei von narzisstischen Allüren.
Ich stelle fest, ich bin schon viel zu alt, um mit über solche Dinge Gedanken zu machen.
Den Unterschied zwischen Junge und Mann. Auch hier ist das Englische besser. Boy kann man auch noch sein, wenn man groß ist. Aber wann wird aus Superboy Superman? Supergirl bleibt immer Supergirl. Ich komme nicht weiter.
Ist man groß, wenn einen die anderen dafür halten? Wenn man sich nicht mehr auf der Nase rumtanzen lässt? Ich kenne Fünfjährige, die haben das schon geschafft und sind trotzdem noch weit davon entfernt, erwachsen zu sein. Naja, vielleicht weniger weit, als man denkt. Anna Ternheim singt, „you die when you´re young“ und tatsächlich habe ich oft das Gefühl, die Menschen schütteln etwas ab, wenn sie groß werden. Dreißig. Ist wirklich so. Wie eine Schlange, die sich häutet und für immer ihre neue Gestalt behält (was bei Schlangen natürlich nicht der Fall ist).
Erwachsen zu sein…- könnte das bedeuten, die eigenen Entscheidungen zu akzeptieren? Dabei handelt es sich ja wohl eher um ein positives Symptom, nicht die Ursache.
Jetzt könnte man natürlich einfach sagen, erwachsen zu sein, heißt, reif zu sein. Reif für was?, frage ich mich. Den Ernst des Lebens?
Um den zu erkennen, reichen ein paar Idioten doch völlig aus. Um sich kleiner zu fühlen bedarf es Idioten. Ohne geht es nicht. Um großartige Musik zu machen, braucht man Idioten und wenn man von sich selbst erzählt. Definitiv heißt aber erwachsen nicht, kein Idiot mehr zu sein, das hat die Welt in mehreren tausend Jahren empirisch nachgewiesen.
Idioten sind das Gegenteil von erwachsen, aber es gibt Unmengen von erwachsenen Idioten. Offenkundig ist Idiotie losgekoppelt von Erwachsensein, vermutlich genetisch bedingt. Menschen sind genetisch bedingt Idioten, zumindest die meisten. Und wenn die erwachsen sind, sind sie erwachsene Idioten. Ha, ich hab´s.
Idioten zweifeln nicht. Sie sind erwachsen einfach das, was sie schon immer waren. Auf seine ganz eigene Art ist also jeder Idiot erleuchtet. Das erscheint ungerecht, aber leider zwingend logisch.
Wie sagte schon Konfusius: Der Idiot fragt nicht nach der Meinung des Weisen, er hält sich schließlich selbst für einen.
Das englische great bedeutet groß und großartig. Ziel des Erwachsenwerdens kann aber doch auch nicht sein, sich selbst großartig zu finden. Hm. Zumindest scheint mir das nicht ganz frei von narzisstischen Allüren.
Ich stelle fest, ich bin schon viel zu alt, um mit über solche Dinge Gedanken zu machen.
Den Unterschied zwischen Junge und Mann. Auch hier ist das Englische besser. Boy kann man auch noch sein, wenn man groß ist. Aber wann wird aus Superboy Superman? Supergirl bleibt immer Supergirl. Ich komme nicht weiter.
Ist man groß, wenn einen die anderen dafür halten? Wenn man sich nicht mehr auf der Nase rumtanzen lässt? Ich kenne Fünfjährige, die haben das schon geschafft und sind trotzdem noch weit davon entfernt, erwachsen zu sein. Naja, vielleicht weniger weit, als man denkt. Anna Ternheim singt, „you die when you´re young“ und tatsächlich habe ich oft das Gefühl, die Menschen schütteln etwas ab, wenn sie groß werden. Dreißig. Ist wirklich so. Wie eine Schlange, die sich häutet und für immer ihre neue Gestalt behält (was bei Schlangen natürlich nicht der Fall ist).
Erwachsen zu sein…- könnte das bedeuten, die eigenen Entscheidungen zu akzeptieren? Dabei handelt es sich ja wohl eher um ein positives Symptom, nicht die Ursache.
Jetzt könnte man natürlich einfach sagen, erwachsen zu sein, heißt, reif zu sein. Reif für was?, frage ich mich. Den Ernst des Lebens?
Um den zu erkennen, reichen ein paar Idioten doch völlig aus. Um sich kleiner zu fühlen bedarf es Idioten. Ohne geht es nicht. Um großartige Musik zu machen, braucht man Idioten und wenn man von sich selbst erzählt. Definitiv heißt aber erwachsen nicht, kein Idiot mehr zu sein, das hat die Welt in mehreren tausend Jahren empirisch nachgewiesen.
Idioten sind das Gegenteil von erwachsen, aber es gibt Unmengen von erwachsenen Idioten. Offenkundig ist Idiotie losgekoppelt von Erwachsensein, vermutlich genetisch bedingt. Menschen sind genetisch bedingt Idioten, zumindest die meisten. Und wenn die erwachsen sind, sind sie erwachsene Idioten. Ha, ich hab´s.
Idioten zweifeln nicht. Sie sind erwachsen einfach das, was sie schon immer waren. Auf seine ganz eigene Art ist also jeder Idiot erleuchtet. Das erscheint ungerecht, aber leider zwingend logisch.
Wie sagte schon Konfusius: Der Idiot fragt nicht nach der Meinung des Weisen, er hält sich schließlich selbst für einen.
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Montag, 9. Januar 2012
Der Wulff in seiner Höhle
diegodelawegda, 11:39h
Warum klammert sich eigentlich unser Staatsoberhaupt sooo sehr mit seinen Pfoten an sein Schloss? Ich weiß es.
Weil er kein besseres Angebot hat. Er ist nicht Präsident des AC Mailand. Nicht mal von Hannover 96. Und weil er von sich eine hohe Meinung hat, was ihm ja zugestanden sei, will er nicht in irgend so einen Geschäftsführer-Posten in Irgendwo. Tja, die Auswahl scheint begrenzt. Und dabei wollte Wulff doch mal so gerne Kanzlerkandidat werden, aber da ist ihm Frau Unsichtbar in den Weg gesprungen. Was macht die eigentlich schon wieder die ganze Zeit?
Andererseits hat er mit seiner Aussitzen-Taktik vielleicht insofern Recht, als diese ganze Hysterie um diesen ollen Präsidenten ganz schön weit hergeholt ist. Bei Köhler war das was anderes. Der hat zwar auch nicht verstanden, warum man hinter ihm her war, aber wer meint, deutsche Wirtschaftsinteressen gegen unserer Verfassung mit der Waffe verteidigen zu dürfen, hat nun mal im höchsten Amt nichts zu suchen. Wulff dagegen hat einfach nur ein klein bisschen gemauschelt, ein klein bisschen nicht die Wahrheit gesagt und auf lächerliche Art und Weise versucht, Presseleute unter Druck zu setzen. Aber Nixons Format hat er wirklich nicht. Das ist alles ziemlich provinziell und unspektakulär, da hätte man sich von einem Präsidenten mit einer tätowierten jungen Frau wirklich mehr erhofft.
Aber das alles bringt mich zu folgender Frage: Sollten wir uns diesen Präsidenten-Posten nicht einfach sparen? Sicher, es ist ein hübsches Spektakel mit dieser seltsamen Bundesversammlung, einer Art Präsidentschaftskommission und jeder weiß, wie weit her es mit Kommissionen und Demokratie ist. Dennoch. Ich finde, wir sollten diesen obersten Repräsentanten abschaffen.
Jeder von den Kandidaten hat Dreck am Stecken,
hat gemauschelt, gelogen, betrogen,
die Wahrheit gebogen, korrumpiert und wurde geschmiert,
das ist das Spiel der Macht und wer über die nur lacht, hat einen Fehler gemacht,
wenn er sich hineinbegiiibt in die Höhle des Wulffs,
wo nun gar keine Achtung mehr liegt.
Schön, was?
Weil er kein besseres Angebot hat. Er ist nicht Präsident des AC Mailand. Nicht mal von Hannover 96. Und weil er von sich eine hohe Meinung hat, was ihm ja zugestanden sei, will er nicht in irgend so einen Geschäftsführer-Posten in Irgendwo. Tja, die Auswahl scheint begrenzt. Und dabei wollte Wulff doch mal so gerne Kanzlerkandidat werden, aber da ist ihm Frau Unsichtbar in den Weg gesprungen. Was macht die eigentlich schon wieder die ganze Zeit?
Andererseits hat er mit seiner Aussitzen-Taktik vielleicht insofern Recht, als diese ganze Hysterie um diesen ollen Präsidenten ganz schön weit hergeholt ist. Bei Köhler war das was anderes. Der hat zwar auch nicht verstanden, warum man hinter ihm her war, aber wer meint, deutsche Wirtschaftsinteressen gegen unserer Verfassung mit der Waffe verteidigen zu dürfen, hat nun mal im höchsten Amt nichts zu suchen. Wulff dagegen hat einfach nur ein klein bisschen gemauschelt, ein klein bisschen nicht die Wahrheit gesagt und auf lächerliche Art und Weise versucht, Presseleute unter Druck zu setzen. Aber Nixons Format hat er wirklich nicht. Das ist alles ziemlich provinziell und unspektakulär, da hätte man sich von einem Präsidenten mit einer tätowierten jungen Frau wirklich mehr erhofft.
Aber das alles bringt mich zu folgender Frage: Sollten wir uns diesen Präsidenten-Posten nicht einfach sparen? Sicher, es ist ein hübsches Spektakel mit dieser seltsamen Bundesversammlung, einer Art Präsidentschaftskommission und jeder weiß, wie weit her es mit Kommissionen und Demokratie ist. Dennoch. Ich finde, wir sollten diesen obersten Repräsentanten abschaffen.
Jeder von den Kandidaten hat Dreck am Stecken,
hat gemauschelt, gelogen, betrogen,
die Wahrheit gebogen, korrumpiert und wurde geschmiert,
das ist das Spiel der Macht und wer über die nur lacht, hat einen Fehler gemacht,
wenn er sich hineinbegiiibt in die Höhle des Wulffs,
wo nun gar keine Achtung mehr liegt.
Schön, was?
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