Mittwoch, 9. Mai 2012
Heute werden aber alle gerettet...
Heute wurde Untergang der Titanic gespielt. Die mit einem Dampfkessel versehene Playmobil-Titan kollidierte mit dem goldenen Kissenberg, das harte Ausweichmanöver nach Steuerbord hatte keinen Erfolg. Binnen Sekunden sank das stolze Schiff. Zum Glück befand sich ein ordentlicher Fischkutter an Bord, der die sieben Besatzungsmitglieder und Passagiere in Sicherheit brachte. Wenig später erreichte die Carpathia die Unglückstelle und konnte alle retten.
Soeben habe ich in meinem Zahnputzbecher einen Johnson-Außenbordmotor gefunden. Bei meinem Stretching für Kampfsportler wurde ich von der kompletten Besatzung von Fort Randall beobachtet. Zum Glück hielten sie mich nicht für einen riesigen Indianer, der Kavallerie ist ja alles zuzutrauen. Wahrscheinlich machen die morgen direkt Meldung. „Sir, Sohn, Sir, Vater hat seine unbeweglichen Gräten in alle Richtungen gestreckt und wäre dabei beinahe auf die Krone von Kaiser Blackbeard getreten, Sir! Sir, außerdem hat jemand unsere Winchester-Gewehre gegen lächerliche Schwerter ausgetauscht, das waren doch Sie, Sir! Wir müssen heftigst protestieren, Sir!“
In einem meiner Schuhe habe ich dann noch einige Halbedelsteine entdeckt, der Handpuppen-Drache hat genau dort seinen neuen Hort eingerichtet, die werde ich morgen wahrscheinlich nicht anziehen dürfen. „Sir, bitte, Sir, ich habe doch nicht so viele Schuhe!“ Aber da gibt es kein Erbarmen. Alles lebt.

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Donnerstag, 19. April 2012
König aus der Hüfte
Der spanische König Juan Carlos hat sich drei Mal die Hüfte gebrochen. Nicht auf dem Klo. Nicht beim Polo-Spielen. Nein.
Bei der Elefanten-Jagd.
Aus Karnickel-Sicht kann man fragen, welchen Unterschied es schon macht, ob einer in Botswana riesige Dickhäuter mit komplexer Sozialstruktur und ausgeprägtem Familienleben oder Papa Hase erschießt.
Betrachtet man die ganze Geschichte um Elfenbein-Wilderer und die nicht eben vorteilhafte Verwicklung europäischer Hochadeliger in die Wildreservat-Erhaltung zwecks Großwildjagd namens WWF, so erstaunt das Selbstbewusstsein des Spaßjägers aber doch sehr. Ist ja nicht gerade vorteilhafte Presse. Naja. Jetzt hat er sich auch noch lächerlich gemacht. Dreifacher Hüftbruch. So was.

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Dienstag, 17. April 2012
Lemmingfreie Zeit
Kaum sind die Osterferien um, wird das Fahrrad-Fahren wieder zum Survivaltraining. Die SUVs fahren wieder mit Papa ins Büro und der hat nun wirklich keine Zeit, nach links und rechts zu gucken. Und überhaupt – wer was auf sich hält, fährt seine Kinder doch nicht mit dem Fahrrad. Lustig nur, dass sich selbst die Rentner wieder der Angespanntheit anpassen. Nur regen die sich nicht auf, gestikulieren nicht- die fahren einen einfach um. Da kann man denen drei Mal erzählen, dass man von einem Parkplatz aus nicht Fahrräder auf der Straße überbrettern darf. Ist halt das Hörgerät kaputt.
Nicht nur das, glaube ich.

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